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    Palliative Care - Bis zuletzt ich selbst

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    Literaturhaus Basel

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Gespräche über Care, Gesellschaft und queere Lebensrealitäten.

kweercare soirée ist eine öffentliche Gesprächsreihe zu Care, Gesundheit und queeren Perspektiven — jede Ausgabe widmet sich einem aktuellen gesellschaftlichen Thema und richtet sich an alle, die sich für diese Fragen interessieren.

kweercare soirée #4 _ Palliative Care - Bis zuletzt ich selbst

Literaturhaus Basel
Barfüssergasse 3, Basel

Eintritt frei – Kollekte erwünscht
Die Podiumsdiskussion findet auf Deutsch statt
Das Literaturhaus ist barrierefrei erreichbar

Was passiert, wenn das letzte Kapitel deines Lebens ohne dich erzählt wird – weil niemand deine Biografie kennt, anerkennt oder sehen will? Im Rahmen der Palliativ-Woche beider Basel widmet sich die vierte kweercare soirée dem Lebensende aus queerer Perspektive.

Für viele queere Menschen ist die letzte Lebensphase mit besonderen Unsicherheiten verbunden: Wahlfamilien und langjährige Partner*innen werden nicht immer als Angehörige anerkannt, frühere Erfahrungen von Ausgrenzung wirken nach, und die Sorge, in Pflege und Betreuung die eigene Identität wieder verstecken zu müssen, begleitet viele bis ins hohe Alter. Palliative Care will Lebensqualität bis zuletzt ermöglichen. Doch was bedeutet das, wenn die eigene Lebensgeschichte dabei nicht mitgedacht wird? Und wer hört zu, wenn es um Liebe, Abschied und Trauer geht, die lange keinen selbstverständlichen Platz hatten?

Auf dem Podium sprechen Menschen aus verschiedenen Generationen und mit unterschiedlichen Zugängen – aus der Pflege, der Theologie und aus persönlicher Erfahrung. Im Zentrum stehen Selbstbestimmung, Spiritualität und Sinn am Lebensende, Abschied und Trauer sowie die Frage, wie Care als Haltung gelebt werden kann – und nicht bloss als Dienstleistung.

Anschliessend an die Diskussion wird die soirée abgerundet mit Live-Musik der legendären Les reines prochaines.

Unterstützt vom Präsidialdepartement des Kantons Basel-Stadt.

Palliativ-Woche '26
Basel-Stadt und Baselland

26.10.-1.11.2026

Barbara Bosshard

_ sie/ihr

Barbara Bosshard engagiert sich als Präsidentin von queerAltern Zürich für die Sichtbarkeit und die Anliegen älterer queerer Menschen. In ihrem Buch «Den Himmel berühren» erzählt sie von der Begleitung ihrer langjährigen Partnerin während deren Krebserkrankung, vom Abschiednehmen und davon, wie nach einem Verlust neue Lebensfreude entstehen kann.

Sie bringt eine persönliche Perspektive auf Liebe, Trauer und Verbundenheit in die Diskussion ein. Ihre Geschichte macht sichtbar, wie eng die Begleitung am Lebensende mit der Anerkennung einer gemeinsamen Biografie verbunden ist.

Photo: Sandra Meier

Prof. Dr. Mathias Wirth

_ er/ihm

Professor für Systematische Theologie/Ethik, Direktor des Instituts für Systematische Theologie, Universität Bern

Mathias Wirth forscht und lehrt an der Universität Bern zu ethischen Fragen an der Schnittstelle von Medizin, Religion und Gesellschaft. Zu seinen Schwerpunkten gehören geschlechtliche Vielfalt, Anerkennung und Medizinethik. In seinen Publikationen beschäftigt er sich auch mit menschlicher Endlichkeit und dem Umgang mit dem Lebensende.

Seine Perspektive verbindet theologische und ethische Fragen mit dem Thema der soirée: Wie bleiben Selbstbestimmung und die eigene Lebensgeschichte bis zuletzt gewahrt? Dabei eröffnet sich auch Raum für Fragen nach Spiritualität, Sinn und der Anerkennung queerer Lebensrealitäten.

Photo: Joel Frei

Grace Albrecht

_ sie/ihr

Leitungsteam Pflege und Betreuung, Pflegehotel St. Johann Basel – mit Erfahrung in der Sterbebegleitung

Grace Albrecht arbeitet seit 2005 in der Pflege und seit 2013 in verschiedenen Führungspositionen. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Begleitung von Menschen am Lebensende und engagiert sich im Projektverbund Palliative Care Basel.

Im Zentrum ihrer Arbeit steht immer der Mensch mit seiner individuellen Biografie. Ihre Frage lautet: «Wer bist Du?» Ihr christlicher Glaube lehrt sie, dass jeder Mensch einzigartig und unendlich wertvoll ist. Deshalb ist es ihr wichtig, Menschen gerade in ihren verletzlichsten Momenten mit offenem Herzen zu begegnen, ihnen zuzuhören und sie bis zuletzt liebevoll und mit Würde und Respekt zu begleiten.

Les Reines Prochaines

_ Band / Performance-Kollektiv, Basel

Die Basler Autorinnenband singt poetisch, politisch und mit feinem Humor über das Leben, das Älterwerden und das, was bleibt – eine Listening Session zwischen Chanson, Tango und Performance.


Les Reines Prochaines sind seit bald vierzig Jahren eine Institution der Basler Kultur- und Frauenszene. Gegründet 1987 als Les Reines des Couteaux von Teresa Alonso, Regina Florida Schmid und Muda Mathis, stiessen im Jahr darauf Fränzi Madörin und Pipilotti Rist dazu. Heute besteht die Kernbesetzung aus Fränzi Madörin, Muda Mathis und Sus Zwick; immer wieder arbeitet die Band projektweise mit anderen Künstlerinnen, Musiker*innen und Kollektiven zusammen. Ihre Auftritte sind demokratisch organisiert: Die «Königinnen» wechseln sich im Rampenlicht ab, tauschen Instrumente, tanzen, singen und feiern – und manchmal bleibt einem das Lachen im Hals stecken. Mit Bühnenproduktionen wie «Alte Tiere hochgestapelt» (2020, Theater Basel) haben sie sich auch künstlerisch mit dem Altern auseinandergesetzt. 2019 wurden sie mit dem Schweizer Musikpreis ausgezeichnet.

reinesprochaines.ch

Photo: Tobias MadoÌrin

Maximilian Grieger

_ er/ihn

Präsident kweercare — Organisationsentwicklung, Kommunikation und gesellschaftliche Care-Fragen

Maximilian Grieger bringt langjährige Erfahrung in Kommunikation, Marketing und Organisationsentwicklung mit. In seiner Arbeit verbindet er strategisches Denken mit einem starken Interesse an gesellschaftlichen Fragestellungen, insbesondere an Care, Teilhabe und Verantwortung in Organisationen. Als Präsident von kweercare setzt er sich für eine Care-Praxis ein, die Menschen in ihrer Biografie ernst nimmt und Strukturen schafft, in denen Vielfalt respektvoll und professionell berücksichtigt wird. Ein besonderes Anliegen ist ihm, bestehende Gräben innerhalb der Community zu erkennen, zu benennen und durch Dialog, Vertrauen und gemeinsame Verantwortung zu überwinden. Sein Fokus liegt auf einem nachhaltigen Aufbau, klarer Governance und der langfristigen Verankerung der Vereinsarbeit.

Roger Furrer

_ er/ihn

Vizepräsident und Finanzen kweercare — Strategie, Kooperationen und Projektentwicklung

Roger Furrer verantwortet bei kweercare die finanziellen und strukturellen Grundlagen des Vereins. Er bringt langjährige Erfahrung in strategischer Markenführung, Organisationsentwicklung und im Aufbau nachhaltiger Projekte an der Schnittstelle von Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft mit. In seiner Rolle legt er besonderen Wert auf Transparenz, Verantwortlichkeit und eine solide finanzielle Basis, die es ermöglicht, Care langfristig und verlässlich zu gestalten. Sein Engagement ist getragen von der Überzeugung, dass gute Care klare Strukturen braucht – und Strukturen wiederum Haltung.

kweercare soirée Rückblicke

kweercare soirée #3 _ Mentale Gesundheit ist Care-Arbeit

Queere Menschen sind überdurchschnittlich von psychischen Belastungen betroffen. Gleichzeitig kann Community Schutz, Zugehörigkeit und Halt geben.
Bei der dritten kweercare soirée sprachen wir darüber, was queere Community für die seelische Gesundheit leisten kann – und welche Verantwortung Gesellschaft und Gesundheitssystem tragen.
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion luden wir zur Live Listening Session mit Live Gesang von Mona Gamie – in dem eigene Erfahrungen und Perspektiven Platz hatten.

In Zusammenarbeit mit ZischBar Spezial.
Die lesbisch-schwule Bar der habs queer basel ist seit 1984 jeden Dienstag ein fester Treffpunkt in der Kaserne Basel — und damit selbst ein Beispiel für das, worum es an diesem Abend geht: Räume, die eine Community sich selbst geschaffen hat, weil andere sie nicht boten.

Unterstützt vom Präsidialdepartement des Kantons Basel-Stadt

Mehr Informationen zur Veranstaltung

kweercare soirée #3 · 22. September 2026 · Kaserne Basel, Rossstall 2

Dr. med. David Garcia Nuñez

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Psychiater, psychoanalytischer Psychotherapeut, Sexualtherapeut und Leiter vom Universitären Zentrum für Geschlechtervarianz, Universitätsspital Basel

Dr. med. David Garcia Nuñez ist Psychiater, psychoanalytischer Psychotherapeut und Sexualtherapeut. Er ist Mitgründer und Leiter des Universitären Zentrums für Geschlechtervarianz am Universitätsspital in Basel. Diese interdisziplinäre Einheit begleitet und behandelt trans und inter Menschen auf ihrem Weg der medizinischen, sozialen und juristischen Geschlechtsangleichung seit 2015. Garcia Nuñez ist wissenschaftlicher Autor multipler Fachartikel und Buchkapitel. Er interessiert sich für die bio-psychosozialen Auswirkungsmechanismen von Stigma, insbesondere bei geschlechtlichen und sexuellen Minderheiten. Zudem vertritt Garcia Nuñez die Alternative Liste im Zürcher Kantonsrat. Hier wirkt er auf eine strukturelle Ebene, die im klinischen Alltag schwer zu erreichen ist.

Tobias Urech

_ er/ihn

Historiker, Projekt „Freund*innenliebe“ - Universität Basel, Drag Künstler, ehemaliger Vorstand Milchjugend

Tobias Urech erforscht als Historiker an der Universität Basel die Geschichte queerer Lebensrealitäten. In seinem Dissertationsprojekt „Freund*innenliebe“ untersucht er frauenliebende Freundschaften im deutschsprachigen Raum zwischen 1870 und 1970. Als Vorstandsmitglied des Schwulenarchivs Schweiz und ehemals der Milchjugend engagiert er sich zudem seit Jahren für queere Organisationen – und tritt als Drag-Künstler unter dem Namen Mona Gamie auf.

Alessandra Widmer

_ sie/ihr

Co-Geschäftsleiterin LOS-Lesbenorganisation Schweiz

Alessandra Widmer ist Co-Geschäftsleiterin der Lesbenorganisation Schweiz (LOS), und setzt sich für die Sichtbarkeit und Gleichberechtigung von Lesben, Bisexuellen und queere Frauen in der Schweiz ein. Im Rahmen ihrer Arbeit engagiert sie sich unter anderem in einer Initiative, die die psychische Gesundheit und Resilienz von LGBTIQA+ Communities stärkt. Darüber hinaus ist sie in Basel in feministischen und queeren Bewegungen aktiv und setzt sich insbesondere in den Bereichen Kultur und Sport für mehr Sichtbarkeit und Teilhabe ein.

Maximilian Grieger

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Präsident kweercare — Organisationsentwicklung, Kommunikation und gesellschaftliche Care-Fragen

Maximilian Grieger bringt langjährige Erfahrung in Kommunikation, Marketing und Organisationsentwicklung mit. In seiner Arbeit verbindet er strategisches Denken mit einem starken Interesse an gesellschaftlichen Fragestellungen, insbesondere an Care, Teilhabe und Verantwortung in Organisationen. Als Präsident von kweercare setzt er sich für eine Care-Praxis ein, die Menschen in ihrer Biografie ernst nimmt und Strukturen schafft, in denen Vielfalt respektvoll und professionell berücksichtigt wird. Ein besonderes Anliegen ist ihm, bestehende Gräben innerhalb der Community zu erkennen, zu benennen und durch Dialog, Vertrauen und gemeinsame Verantwortung zu überwinden. Sein Fokus liegt auf einem nachhaltigen Aufbau, klarer Governance und der langfristigen Verankerung der Vereinsarbeit.

Roger Furrer

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Vizepräsident und Finanzen kweercare — Strategie, Kooperationen und Projektentwicklung

Roger Furrer verantwortet bei kweercare die finanziellen und strukturellen Grundlagen des Vereins. Er bringt langjährige Erfahrung in strategischer Markenführung, Organisationsentwicklung und im Aufbau nachhaltiger Projekte an der Schnittstelle von Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft mit. In seiner Rolle legt er besonderen Wert auf Transparenz, Verantwortlichkeit und eine solide finanzielle Basis, die es ermöglicht, Care langfristig und verlässlich zu gestalten. Sein Engagement ist getragen von der Überzeugung, dass gute Care klare Strukturen braucht – und Strukturen wiederum Haltung.

Mona Gamie

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Die Drag Queen und Diseuse singt einen musikalischen Streifzug zwischen Chanson und Pop – ein Hauch Nostalgie, viel Gefühl und queere Geschichten zum Zuhören.

Mona Gamie alias Tobias Urech ist eine Drag Queen mit Charme, Schalk und Nostalgie. Aufgewachsen in Schaffhausen zog es Tobias nach seiner Matura in die queere Hauptstadt der Schweiz, nach Zürich. An einer Party der Milchjugend unternahm Tobias 2013 seine ersten Gehversuche in Drag als Mona Gamie. Anfänglich eher Trümmer-Queen, reifte Mona bald darauf zur Travestie-Diva. Gleichzeitig studierte Tobias Geschichte und Geschlechterforschung in Zürich und Basel und setzte sich daneben fast zehn Jahre lang im Vorstand der Milchjugend als Aktivist für die queere Community ein.

Photo: Kalena Leo

kweercare soirée #2 _ Care ist nicht neutral. Braucht es 
queere Pflegeangebote?

Der Abend brachte queere Stimmen, Fachpersonen und Allies zusammen. Nicht, um Betroffenheit auszustellen, sondern um eine grundlegende Frage zu stellen: Braucht es queere Pflegeangebote – und was würde das bedeuten? Care ist geprägt von Normen, biografischen Erfahrungen und strukturellen Machtverhältnissen. Sie bestimmt, wer sich sicher fühlt, wer Zugang hat und wessen Lebensgeschichte in der Fürsorge wirklich gehört wird. Im Fokus stehen biografieorientierte Care-Arbeit, psychische Sicherheit und die Bedeutung regionaler Verankerung.

kweercare soirée #2 · 28. April 2026 · Kaserne Basel, Rossstall 2

Bilder von Nico Aebischer (atall.ch)

Dr. med. Michael Esteves Pereira

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Kinderarzt, Präsident Safe to Grow, Mister Gay Europe 2025/26

Michael Pereira ist Kinderarzt und Gründer von Safe to Grow. Seine Perspektive verbindet medizinische Care-Praxis mit Fragen von Schutz, Sicherheit und queerfreundlichen Strukturen für Kinder und Jugendliche. Als Mr. Gay Europe 2025/26 nutzt er öffentliche Sichtbarkeit, um Verantwortung und Fürsorge gesellschaftlich zu thematisieren.

Marianne Van Vulpen

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Marianne van Vulpen ist Präsidentin von queerAltern Region Basel und engagiert sich für die Sichtbarkeit älterer queerer Menschen in der Versorgungslandschaft. Als Health Care Managerin bringt sie die fachliche und institutionelle Perspektive in die Diskussion ein und beschäftigt sich mit der Frage, wie Pflegeeinrichtungen vielfältig und offen ihre Dienstleistungen entwickeln können.

Christoph Bollinger

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Christoph Bollinger ist Präsident von Belvita Care Region Basel, einem Verein der ambulante Pflege- und Betreuungsleistungen in der Region mit Fokus auf queere Lebensrealitäten aufbaut. Er bringt die institutionelle Perspektive, auch aus seinem langjährigen Engagement für das Gustav Benz Haus in die Diskussion ein und steht für die Frage, wie grosse Care-Organisationen queersensibel werden können.

Hugo Zimmermann

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Initiant queer key

Hugo Zimmermann ist Initiant von queer key, einer Initiative zur Entwicklung queersensitiver Standards in der Pflege und Betreuung. In einem 2 jährigen Pilotprojekt werden mit 4 Heimen konkrete Instrumente für Pflegefachpersonen und Institutionen entwickelt, die queere Lebensrealitäten in der Care-Praxis verankern. Als Betriebsökonom FH und früherer Leiter des Startup Trainings der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung Innosuisse weiss Hugo wie Changeprozesse zu implementieren sind.

Lucianne Blue

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Lucianne Blue ist eine chilenische Künstlerin und DJ, die in Zürich lebt und arbeitet.

Ihre Praxis verbindet Musik, Kultur und Community Organizing – sie erforscht Migration, sexuelle Dissidenz und kollektive Formen des Zusammenlebens. Als Lehrerin und Workshopleiterin hat sie sich mit Affektivität, Sexualität und Gender auseinandergesetzt. In ihren Sets verbindet sie elektronische und lateinamerikanische Sounds und verwandelt den Dancefloor in einen Ort der Begegnung, politischen Artikulation und geteilten Gemeinschaft.

Maximilian Grieger

_ er/ihn

Präsident kweercare — Organisationsentwicklung, Kommunikation und gesellschaftliche Care-Fragen

Maximilian Grieger bringt langjährige Erfahrung in Kommunikation, Marketing und Organisationsentwicklung mit. In seiner Arbeit verbindet er strategisches Denken mit einem starken Interesse an gesellschaftlichen Fragestellungen, insbesondere an Care, Teilhabe und Verantwortung in Organisationen. Als Präsident von kweercare setzt er sich für eine Care-Praxis ein, die Menschen in ihrer Biografie ernst nimmt und Strukturen schafft, in denen Vielfalt respektvoll und professionell berücksichtigt wird. Ein besonderes Anliegen ist ihm, bestehende Gräben innerhalb der Community zu erkennen, zu benennen und durch Dialog, Vertrauen und gemeinsame Verantwortung zu überwinden. Sein Fokus liegt auf einem nachhaltigen Aufbau, klarer Governance und der langfristigen Verankerung der Vereinsarbeit.

Roger Furrer

_ er/ihn

Vizepräsident und Finanzen kweercare — Strategie, Kooperationen und Projektentwicklung

Roger Furrer verantwortet bei kweercare die finanziellen und strukturellen Grundlagen des Vereins. Er bringt langjährige Erfahrung in strategischer Markenführung, Organisationsentwicklung und im Aufbau nachhaltiger Projekte an der Schnittstelle von Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft mit. In seiner Rolle legt er besonderen Wert auf Transparenz, Verantwortlichkeit und eine solide finanzielle Basis, die es ermöglicht, Care langfristig und verlässlich zu gestalten. Sein Engagement ist getragen von der Überzeugung, dass gute Care klare Strukturen braucht – und Strukturen wiederum Haltung.

kweercare soirée #1 _ Rassismus trifft Queerness – Stimmen aus gelebten Realitäten

Der Abend brachte queere Stimmen, Freund*innen und Allies zusammen. Nicht, um Betroffenheit auszustellen, sondern um Machtverhältnisse sichtbar zu machen: Rassismus und Queerfeindlichkeit wirken ineinander und prägen, wer sich sicher fühlt, wer Zugang hat und wessen Bedürfnisse gehört werden – in Pflege, Nachbarschaft, Wohnen und Kultur.

Die kweercare soirée versteht Care nicht als private Aufgabe, sondern als kollektive Verantwortung. Im Gespräch geht es um Ausschlüsse, um fortwirkende Homophobie und um die Frage, wie Fürsorge konkret werden kann – jenseits von Symbolik und wohlmeinenden Schlagworten.

kweercare soirée #1 · 10. März 2026 · Kaserne Basel, Rossstall 2

  • kweercare soirée # I
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Bilder von Nico Aebischer (atall.ch)

Ömer Atesci

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Vorstand Pink Cross

Ömer Atesci engagiert sich im Vorstand von Pink Cross, der Dachorganisation der schwulen und bisexuellen Männer in der Schweiz. Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Community-Arbeit, Antidiskriminierung und politischer Sensibilisierung. Er setzt sich für die Sichtbarkeit queerer Lebensrealitäten ein und bringt gesellschaftliche Machtverhältnisse sowie strukturelle Ungleichheiten in den öffentlichen Diskurs ein. Ömer ist kurdisch stämmig und in Basel aufgewachsen; eigene biografische Erfahrungen prägen seine Perspektive auf Zugehörigkeit, Sicherheit und Teilhabe.

Nina Novic

_ sie/ihr

Bankwesen (Finance), Schauspielerin

Nina Novic ist in Schlieren in einer multikulturellen Nachbarschaft aufgewachsen; ihre Familie stammt aus Bosnien. Ausgebildet im Bereich Finanzen und heute im Banking tätig, führte sie ihr Weg parallel in die Schauspielerei, unter anderem nach London. Aus eigener Erfahrung weiss sie, wie Hass erlernt wird – und wie sich Vorurteile je nach Kontext, Körper und Zuschreibung verschieben.

Ziwei Huang aka Chabelle Angels

_ he/she/they

Kunsthistoriker:in

Ziwei Huang arbeitet interdisziplinär zwischen Kunst, Text und Forschung. In den eigenen Arbeiten setzt they sich mit Migration, Queerness, Körperpolitik und Erinnerung auseinander und bringt marginalisierte Perspektiven in den öffentlichen Diskurs. Ziwei, aka Chabelle Angels, ist in der Schweizer Ballroom-Szene aktiv und versteht diese als Raum von Selbstermächtigung, kollektiver Fürsorge und gelebter Wissensweitergabe. In China aufgewachsen und mit prägenden Lebensstationen in Kanada, fliessen transnationale Erfahrungen in Ziweis künstlerische und forschende Praxis ein.

Deven Laveaux

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Deven ist Teil der Zürcher Ballroom-Szene, organisiert Community-Räume für Voguing, Training und Open Decks – und schafft damit Möglichkeiten für Menschen, durch Musik und Tanz zu üben, sich auszutauschen und miteinander in Verbindung zu treten. Deven ist ausserdem Co-Präsident des Trans Safety Emergency Fund, der Nothilfe und Unterstützung für trans Jugendliche bereitstellt.

Prof. Dr. Udo Rauchfleisch

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Wissenschaftliche Kooperationen — Psychische Gesundheit, Psychotherapie und queere Lebensrealitäten

Udo Rauchfleisch bringt langjährige klinische, wissenschaftliche und publizistische Erfahrung in die Arbeit von kweercare ein. Als Psychotherapeut und Supervisor hat er sich intensiv mit Fragen von Identität, Beziehung, psychischer Gesundheit und gesellschaftlicher Ausgrenzung auseinandergesetzt. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf queeren Lebensrealitäten und deren Sichtbarkeit in Therapie, Beratung und Gesellschaft. Seine Perspektive verbindet fachliche Tiefe mit einer klaren Haltung für Selbstbestimmung, Würde und Respekt. Bei kweercare trägt er mit seiner wissenschaftlicher Expertise dazu bei, Care als relationale, reflektierte und verantwortungsvolle Praxis zu denken – sensibel für biografische Erfahrungen und strukturelle Bedingungen.

Maximilian Grieger

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Maximilian Grieger bringt langjährige Erfahrung in Kommunikation, Marketing und Organisationsentwicklung mit. In seiner Arbeit verbindet er strategisches Denken mit einem starken Interesse an gesellschaftlichen Fragestellungen, insbesondere an Care, Teilhabe und Verantwortung in Organisationen. Als Präsident von kweercare setzt er sich für eine Care-Praxis ein, die Menschen in ihrer Biografie ernst nimmt und Strukturen schafft, in denen Vielfalt respektvoll und professionell berücksichtigt wird. Ein besonderes Anliegen ist ihm, bestehende Gräben innerhalb der Community zu erkennen, zu benennen und durch Dialog, Vertrauen und gemeinsame Verantwortung zu überwinden. Sein Fokus liegt auf einem nachhaltigen Aufbau, klarer Governance und der langfristigen Verankerung der Vereinsarbeit.

Roger Furrer

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Vizepräsident und Finanzen kweercare — Strategie, Kooperationen und Projektentwicklung

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kweercare soirée Ausblicke

kweercare soirée #5 _ Erinnern als Praxis

Literaturhaus Basel
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Zum Welt-Aids-Tag

Wer erinnert sich an jene, an die sich niemand erinnert? Die Aids-Krise hat eine Generation queerer Menschen geprägt – und Lücken hinterlassen: in Familien, in Freundeskreisen, in den Archiven. kweercare lädt ein: Erinnern verstehen wir nicht als Rückblick, sondern als Praxis – als etwas, das Sorge trägt, weitergibt und Verbindung stiftet. In Gesprächen, einer Listening Session und gemeinsamen Momenten des Innehaltens machen wir Platz für die Namen, Geschichten und Kämpfe, die sonst ungehört bleiben – für alle, die dabei waren, und alle, die danach kamen. Im Anschluss bietet das Café Kafka im Literaturhaus einen Apéro an.

Auf dem Podium u.a.
• Andreas Lehner, Geschäftsleiter Aids-Hilfe Schweiz

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